Neuer Aufsichtsrat und Vorstand – Strafanzeige gegen Dr. Martin Hellweger und vormalige Aufsichtsräte

05. Januar 2018

 

Als erste Amtshandlung wurde von der Gesellschaft bzw. vom Vorstand unverzüglich bei Gericht eine „Einsetzung in den vorigen Stand“ bezüglich der Rücknahme bzw. sofortige Beschwerde gegen die Insolvenzeröffnung beantragt. Zudem läuft parallel noch ein weiteres Beschwerdeverfahren gegen die Bestellung des alten Aufsichtsrates beim Oberlandesgericht Berlin, wobei noch kein Urteil verkündet wurde. Dadurch dass die Gesellschaft führungslos war, konnte die Gesellschaft die gesetzliche Frist von 2 Wochen seinerzeit nicht einhalten und eine Rücknahme des Insolvenzantrages beantragen. Es war ursprünglich vorgesehen, unverzüglich nach der a.o. Hauptversammlung am 18.09.2017 den Insolvenzantrag zurückzunehmen.

Die Abhaltung einer wirksamen Hauptversammlung mit dem Ziel neue Aufsichtsräte zu wählen und die Firma ordentlich über eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht zu kapitalisieren, wurde von den alten Aufsichtsräten insbesondere vom Aufsichtsratsvorsitzenden Köhler-MA mit allen Mitteln versucht zu verhindern. Siehe u.a. die Pressemeldung vom 7.09.2017. Zudem wurden auf der Hauptversammlung vom Anwalt des Aktionärs Dr. Hellweger unvorhergesehen Stimmrechte von wichtigen Aktionären vertreten, die vorher von Dr. Hellweger und Joachim Swensson dafür gewonnen wurden, eine Fortführung zu unterstützen ohne die Da Vinci Luxury AG und deren Großaktionäre, die über 5,2 Mio. Euro Anlaufkosten und Geschäfte vorfinanziert hat.

Der vorherige Aufsichtsratsvorsitzende Köhler MA steht zudem in enger Geschäftsbeziehung zu Dr. Martin Hellweger und ist zugleich Geschäftsführer der von Hellwegers Kronberg International Holding initiierten und in Insolvenz befindlichen Immobilienfonds Tasso Sachsen I und Tasso Sachsen II. Dr. Hellweger finanzierte zudem durch eine Geldzahlung die Eröffnung des Insolvenzverfahrens laut Gutachten des Insolvenzverwalters Otto mittels Kostenvorschuss. Aufgrund der komplexen Rechtslage verzögerte sich demzufolge die wirksame Bestellung von neuen Aufsichtsräten und demzufolge auch die Bestellung eines Vorstandes.

Unterdessen wurde zudem eine Strafanzeige zum einen wegen schweren Betruges, §263 StGb und zum Anderen wegen § 129, Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen einen drahtziehenden Aktionär (Dr. Martin Hellweger), die vorherigen Aufsichtsräte Herrn Christian Köhler-Ma, Rechtsanwalt, Berlin, Herrn Dr. Gordon Geiser, Rechtsanwalt, Berlin, und Herrn Ralph-Patrick Paul, Rechtsanwalt, Düsseldorf, Herrn Joachim Swensson und den Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Christan Otto, Berlin gestellt. Der Insolvenzverwalter begann, trotz dass es sich noch um ein schwebendes Verfahren handelte, mit der sofortigen Verwertung der ersten Assets der Gesellschaft, insbesondere mit dem im Besitz befindlichen ca. 6000 Manchester United Sneakers, die zuvor für einen Preis von 250.000 Dollar von der Da Vinci Luxury AG von der Tochter SHIP Brands B.V. (Geschäftsführer Herr Joachim Swensson) erworben wurden. Die Ware wurde für einen Betrag von 16.000 Euro an die Laguna Management Ltd. in Bulgarien verkauft. Ein der Da Vinci Luxury nahestehender Bieter wurde de facto vom Insolvenzverwalter vom Bieterverfahren ausgeschlossen.

Auf der Gläubigerversammlung kündigte Insolvenzverwalter Otto zudem an, die Beteiligung an der Super Heroes Investment Partners Holding BV, kurz SHIP, in die über 5,2 Mio. Euro investiert wurden und verschiedene Verträge u.a. Manchester United sowie der National Basketball Association abgeschlossen wurden und zahlreiche immaterielle Vermögenswerte vorhanden sind, in Kürze ebenfalls zu einem Preis von 50.000 Euro verwerten zu wollen.

Für die in der Strafanzeige aufgeführten Rechtsbrüche sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von 5 bis 10 Jahren vor.